Prof. Essig und Prof. Hartanto referierten auf der 7. Unternehmertagung „Unternehmerforum Campus Cleve“

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Bildunterschrift: Die Vorstellung der Fakultäten der HSRW sowie die Themen KI und ChatGPT standen beidem aktuellen „Unternehmerforum Campus Cleve“ im Vordergrund. Ihren Beitrag leisteten (v.l.n.r.) Prof. Dr. Ralf Klapdor, Brigitte Jansen, Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Doris Gerland, Prof. Dr. Kai Essig, Prof. Dr. Georg Hauck, Irina Schultz, Prof. Dr. Ronny Hartanto und Ingo Prang. Nicht im Bild: Prof. Dr. Matthias Kleinke

KI und ChatGPT: Einblicke in die Welt der künstlichen Intelligenz

Förderverein Campus Cleve bringt beim Unternehmerforum Hochschule und Unternehmen näher zusammen

Kreis Kleve – Eine lange Vorbereitungszeit für die Begrüßung der Gäste des diesjährigen Unternehmerforum Campus Cleve benötigte Ingo Prang von der mitveranstaltenden KPP nicht. Einen kurzen Befehl in das Fenster von ChatGPT eingetippt und mit einem Sprachgenerator kombiniert, hörten die etwa 80 Gäste eine nahezu perfekte Einführung in das Thema des Tages.

Der Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V. hatte die Gäste im Rahmen der 7. Unternehmertagung „Unternehmerforum Campus Cleve“ zu gleich zwei spannenden Themen eingeladen:

  • „Wege zur Zusammenarbeit – Die Hochschule Rhein-Waal stellt sich vor“
  • „KI und ChatGPT: Was steckt dahinter und wie wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt angewendet?“ waren die beiden Themenblöcke der Veranstaltung überschrieben. Eingeladen waren die Unternehmen der Region sowie weitere Interessierte.

Im ersten Teil des Unternehmerforums präsentierte die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) sich und ihre vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen. In einem Pitch der vier Fakultäten der HSRW wurden sowohl das Spektrum von Forschung und Lehre sowie einzelne Studiengänge vorgestellt. Prof. Dr. Ralf Klapdor warb als Dekan der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie nicht nur für „seine“ acht Bachelor- und Masterstudiengänge, sondern auch für die Möglichkeit, ein Duales Studium im Bereich „International Business and Management“ in Kombination mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann oder zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement zu absolvieren. Doris Gerland stellte die praxisorientieren Studiengänge der Fakultät Technologie und Bionik vor. Die Bachelorstudiengänge befänden sich momentan in einer Umstrukturierung. Insbesondere der Studiengang Engineering für Sustainability soll für die Studierenden in Zukunft von Projektarbeiten geprägt sein. Für die Unternehmen der Region ergäben sich hieraus vor allen Dingen Möglichkeiten zu Kooperationen innerhalb der Projektphasen des Studiums und in den Praxis- und Abschlusssemestern. Die HSRW könne als Reallabor dienen. Auch die weiteren Bachelor- und Masterstudiengänge böten viele Möglichkeiten zur Kooperation.

Die Teilnehmer erfuhren von den Fakultätsvertretern außerdem auch von erfolgreichen Beispielen für Kooperationen zwischen der Hochschule und der Wirtschaft, die bereits zu innovativen Lösungen und gegenseitigem Nutzen geführt haben. Darunter beispielsweise jährliche interdisziplinäre Projekte mit dem Tiergarten Kleve, eine Abschlussarbeit zur Optimierung der Champignon-Ernte bei der Rheinische Pilz-Zentrale GmbH in Geldern sowie die Vermarktung von Reststoffen der Zuckerproduktion bei Pfeifer & Langen in Kalkar – vorgestellt von Prof. Dr. Matthias Kleinke von der Fakultät Life Sciences. Und Prof. Dr. Georg Hauck stellt für die Fakultät Kommunikation und Umwelt, ansässig in Kamp-Lintfort, das Citizen Science-Projekt sowie den Forschungsschwerpunkt CAsPAR (Center for Assistance and Participation) vor. Das Zentrum für Assistenz und Teilhabe bündele Forschungsaktivitäten der HSRW und beteiligter Partner aus Industrie und Forschung aus den unterschiedlichsten Disziplinen in transdisziplinärer Weise. Das interdisziplinäre Team erforscht, designt und entwickelt dabei technische kognitive Assistenzsysteme, welche den Menschen und dessen Bedürfnisse und Werte in den Mittelpunkt stellen.

Nach intensivem Austausch in der Kaffeepause widmete sich der zweite Teil der Veranstaltung der faszinierenden Welt der Künstlichen Intelligenz und ChatGPT. Prof. Ronny Hartanto von der Fakultät Technologie und Bionik erklärte zum einen, welche komplexen Prozesse hinter der KI stehen. Zum anderen demonstrierte er anhand von praktischen Beispielen, wie leistungsstark Programme wie ChatGPT bereits heute sind und wie sie sich zukünftig entwickeln werden. Das Publikum zeigte sich von der Präsentation sichtlich beeindruckt. Ebenso eindrucksvoll stellte Prof. Kai Essig von der Fakultät Kommunikation und Umwelt die Nutzungsmöglichkeiten von KI und ChatGPT in der Kommunikation Mensch-Maschine vor. Sein „Kollege“ Pepper, ein humanoider Roboter, beantwortete eigenständig Fragen aus dem Auditorium. Er wird bereits auf dem Campus in Kamp-Lintfort eingesetzt, um die häufigsten Fragen von Studienanfängern und Besuchern des Campus zu beantworten.

Zahlreiche Fragen im Anschluss der Präsentationen verdeutlichten das Interesse an diesem Thema und den Bedarf, sich über die Herausforderungen und Chancen im Bereich KI auszutauschen. „Wir freuen uns bereits jetzt, im nächsten Jahr bei einem 8. Unternehmerforum Campus Cleve an das Thema anzuknüpfen und den Dialog mit Ihnen fortzuführen“, schloss Ingo Prang sichtlich zufrieden die Zusammenkunft zwischen Hochschule und Wirtschaft.